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Als wenn´s gestern wäre: Was tat sich so in Olpe und darüber hinaus? Und wie standen wir dazu?

Hört, hört!

«Die SPD sollte den Begriff der "linken Volkspartei" nicht aufgeben. Vielmehr sollte sie diesen offensiv vertreten. Er trifft ihren Anspruch und ihre Programmatik, schafft Identität und dient der deutlichen Abgrenzung zur konservativen Volkspartei CDU/CSU und zur linken Klientelpartei Die Linke.»
Bernd Alexander

Umfragen der SPD Olpe
Umfragen der SPD Olpe

Flugblatt der Woche
SPD-Flugblatt der Woche

Personalien
Guido Grammel

Guido Grammel ...

... ist Beisitzer im Vorstand des SPD-Ortsvereins Olpe. Der 1973 geborene staatlich geprüfte Betriebswirt engagiert sich bei den Falken. Als Hobbys nennt er Rad fahren und Angeln.

 

(22. Juni 2010) Der SGK-Kreisvorsitzende Peter Susel zeigt Unverständnis für die Rücktrittsentscheidung Köhlers und setzt auf den rot-grünen Vorschlag Joachim Gauck.

Susel: Joachim Gauck ist die richtige Wahl!

Peter Susel, SGK-KreisvorsitzenderOlpe  Peter Susel, Kreisvorsitzender der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik (SGK) und Mitglied im Vorstand des SPD-Ortsvereins Olpe, nimmt in einer Pressemeldung der SGK zur anstehenden Wahl des Bundespräsidenten Stellung.

Unverständlich befanden die Teilenhmer einer Sitzung des SGK-Vorstandes den Schritt Köhlers, von seinem Amt als Bundespräsident zurückzutreten. «Gerade in der jetzigen wirtschaftlichen Situation in Deutschland, die dringend nach einem sozial ausgeglichenen Handeln der Bundesregierung verlangt, ist es nicht nachvollziehbar, dass der erste Repräsentant des Staates die ‚Flucht’ ergreift», so Susel.

Der Nachfolger Köhlers wird am 30. Juni von der Bundesversammlung gewählt. Die SGK im Kreis Olpe hält Joachim Gauck für die richtige Wahl. «Er ist überparteilich, hat sich als Bürgerrechtler in der ehemaligen DDR und auch anschließend insbesondere als Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen für die Menschen in unserem Land eingesetzt. Sein Ziel ist es, Gerechtigkeit für alle zu erreichen. Er erfüllt somit die Voraussetzungen für dieses Amt außerordentlich.», fasst Peter Susel zusammen. Zudem genieße Gauck auch in verschiedenen politischen Lagern hohes Ansehen, wie sich an der Reaktion der FDP auf den rot-grünen Vorschlag zeige.

Für Susel wird die Bundespräsidentenwahl eine Richtungsentscheidung für die künftige Politik in Deutschland sein: «Die Menschen in Deutschland brauchen wieder eine gerechte und solidarische Politik, weg von der Klientelbefriedigung. Eine Entscheidung für Gauck wird zwangsläufig Bewegung in die jetzige Regierungskoalition bringen, an deren Ende Neuwahlen stehen müssen».

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(12. März 2010) Für Freitag, den 12. März hatte der SPD-Ortsverein Olpe zu seiner diesjährigen Jahres-Hauptversammlung in die Gaststätte «Zur Möhne» geladen. Als Gast erschienen war auch der SPD-Landtagskandidat Reinhard Jung. Auf dem Programm standen die Neuwahl des Vorstandes sowie verschiedene Ehrungen und Würdigungen langjähriger Partei- und Fraktionsmitglieder. Absoluter Höhepunkt war die Ernennung von Peter Kühn zum ersten Ehrenvorsitzenden der Olper SPD.

Peter Kühn zum Ehrenvorsitzenden der SPD Olpe ernannt

Peter Kühn ist EhrenvorsitzenderOlpe  Kühn (Foto lks.) ist seit 40 Jahren Mitglied im Olper SPD-Ortsverein, er war 30 Jahre lang im Rat der Stadt Olpe, davon 25 Jahre als Fraktionsvorsitzender. Zudem war er 10 Jahre lang Ortsvereinsvorsitzender. In dieser Zeit hat er das Bild der Partei in Olpe entscheidend geprägt und repräsentiert. Durch seine großen Verdienste um die SPD und durch seine unermüdliche politische Arbeit in Olpe habe Kühn «deutliche Spuren hinterlassen», so Fraktionschef Volker Reichel in seiner Laudatio. Für viele, ergänzt der Ortsvereinsvorsitzende Wolfgang Wigger, «verkörpert Kühn bis heute wie kein anderer die Seele der Partei». Die überreichte Urkunde trägt die Unterschriften von Sigmar Gabriel. (SPD-Bundesvorsitzender), Hannelore Kraft (SPD-Landesvorsitzende) und Wolfgang Wigger.

MdL Reinhard JungMdL Reinhard Jung (Foto lks.) nutzte sein Grußwort ebenso kämpferisch wie pointiert für einen Blick auf die NRW-Wahl am 9. Mai und einen Ausflug in die Landespolitik. Er rief die Genossinnen und Genossen zur Geschlossenheit und Stärke auf. Angesichts der «gravierenden Fehler von Schwarz/Gelb in den letzten Monaten» sei deren Stimmungsbild in der Öffentlichkeit «so tief gesunken, wie noch nie». Demgegenüber habe die SPD «deutlich aufgeholt». Der «Klientelpolitik» und dem «Privat-vor-Staat-Credo» setzte Jung eine «Wir-Gesellschaft für alle» entgegen. Die SPD müsse «das soziale Gewissen gegen die kalte Politik des Marktes» werden, von einem starken NRW-Ergebnis müsse ein Signal bis in die Bundespolitik ausgehen, um auch der großen Koalition aus CDU und FDP im Bund etwas entgegenzusetzen. Für sich selbst strebt Jung an, «mit der Erststimme den Wahlkreis Olpe direkt zu holen». Denn er sei im Landtag, um als heimischer Kandidat etwas «für den Kreis Olpe» zu erreichen.

Turnusmäßig wählten die Genossinnen und Genossen ihren Vorstand neu. In ihren Ämtern bestätigt wurden Wolfgang Wigger als Ortsvereinsvorsitzender sowie Klaus Peter Langner und Gisela Lehwald als stellvertretende Vorsitzende. Weiterhin bleiben Schriftführer Bernd Alexander, Schatzmeister Johannes Truttmann, der Bildungsbeauftragte Peter Susel sowie Peter Kühn und Volker Reichel als Beisitzer auch für die nächsten zwei Jahre in ihren Ämtern. Neu in den Vorstand gewählt wurde als Seniorenbeauftragte Brigitte Köster sowie Guido Grammel als Beisitzer.

Wolfgang Wigger nahm anschließend die Ehrungen für langjährige Parteimitgliedschaften vor und überreichte Urkunden an Günter Arens (seit 25 Jahren Mitglied der SPD) sowie an Gisela Lehwald und Peter Kühn für 40-jährige Mitgliedschaft.

Mitgliederehrung JHV 2010

Wurden geehrt (v.l.): Günter Arens, Michael Muckenhaupt, Ehrenvorsitzender Peter Kühn, Gisela Lehwald. Rechts im Bild: Ortsvereinsvorsitzender Wolfgang Wigger.

 

Fraktionschef Volker ReichelAbschließend würdigte Fraktionschef Volker Reichel neben dem Ehrenvorsitzenden Kühn zwei weitere ehemalige SPD-Fraktionsmitglieder, die nach langer Ratszugehörigkeit mit Ablauf der letzten Legislaturperiode aus dem Rat der Stadt Olpe ausgeschieden sind. Margit Wellmann und Michael Muckenhaupt «haben sich um die SPD und die Stadt Olpe verdient gemacht», so Reichel. Und er resümierte: «Gerade vor dem Hintergrund der politischen Diaspora in Olpe haben sie Profil und Engagement für das Allgemeinwohl gezeigt. Dafür gebührt ihnen anerkennender Dank».

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(23. Januar 2010) Die Olper SPD will neue Mitglieder gewinnen und sein Profil schärfen. Dazu stellte der Ortsverein auf einer Klausurtagung im Alten Lyzeum in Olpe die Weichen. Selbstkritisch befassten sich die Sozialdemokraten mit dem Zustand der eigenen Partei und mit den Herausforderungen für die nähere Zukunft.

Olper SPD will Profil als «linke Volkspartei» schärfen und Mitglieder gewinnen

Olpe  Durch die deutlichen Wahlverluste bei der letzten Kommunalwahl Ende August 2009 und der Bundestagswahl einen Monat später war es nötig geworden, zu hinterfragen, wie es zu dieser Entwicklung gekommen ist.

Klaus Peter LangnerZwar machte der langjährige Bürgermeisterkandidat Klaus-Peter Langner (Bild lks.) «auch eigene Fehler» in Bezug auf die kommunalpolitische Themenbesetzung deutlich. Dennoch waren sich die Sozialdemokraten einig, dass der Einfluss der bundespolitischen Stimmung auf die kommunale Ebene so stark wie selten und nicht wettzumachen war.

Der Ortsvereinsvorsitzende Wolfgang Wigger begann die Klausurtagung mit einer nüchternen Bestandsaufnahme: Anhand aussagekräftiger Zahlen beschrieb er den derzeitigen organisatorischen Zustand des Ortsvereins. Aufschlussreich machte er zum Beispiel die Alterszusammensetzung vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung deutlich und warb für mehr Anstrengungen, neue Mitglieder zu gewinnen.

Vorstandsmitglied Johannes Truttmann erläuterte anschließend die Stellung des Ortsvereins im SPD-Kreisverband, stellte Fragen nach Ansehen und Wahrnehmung bei den anderen Ortsvereinen und sprach sich für eine stärkere Einbindung in die Arbeit der Kreis-SPD aus.

Bernd AlexanderDie Präsentationen schloss Vorstandsmitglied Bernd Alexander (Bild lks.) ab. Er beleuchtete das Selbstverständnis der SPD und den Gesamtzustand der Partei seit der Regierungsübernahme 1998 mit der Rot-Grünen Koalition. Im Zentrum stand der stetige und später rapide Verlust an Vertrauen und Glaubwürdigkeit, der auf den Widerspruch zwischen dem Anspruch als «Partei der sozialen Gerechtigkeit» und der tatsächlich praktizierten Politik zurückzuführen sei. Der Sog in die Mitte habe der Partei die Unverwechselbarkeit genommen (diese Präsentation → hier als PDF downloaden).

Im Anschluss an die Präsentationen und Vorträge diskutierten die Teilnehmer in zwei Arbeitsgruppen und präsentierten anschließend ihre Ergebnisse in punkto Mitgliederentwicklung, Mitgliederwerbung, Belebung und Außendarstellung des Ortsvereins, allgemeine inhaltliche Positionierung, Politik vor Ort und mögliche strategische Partner.

Wolfgang WiggerInsgesamt sei durch verstärkte Neumitgliederwerbung, Mitgliederpflege und Öffentlichkeitsarbeit eine mittelfristige Verbesserung der Mitgliederstruktur und -entwicklung anzustreben. «Wir werden wieder mehr auf die Menschen zugehen und auf deren Sorgen achten», so Wigger (Foto lks.). Außerdem wollen die Sozialdemokraten als «linke Volkspartei» ein klareres Profil entwickeln und schärfen, das sich stärker und eindeutiger am sozialdemokratischen «Markenkern» der sozialen Gerechtigkeit orientiere.

Übereinstimmend werteten Wigger, Langner sowie Fraktionschef Volker Reichel die Klausurtagung und die erarbeiteten Ergebnisse als «Einstieg in neue Zeiten» für den Ortsverein Olpe.

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