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Interview.Heiße Luft unerwünscht. Es soll Menschen geben, die mit vielen Worten wenig sagen. Hier ist es eher umgekehrt. |
| Hört, hört! |
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«Pluralismus ist nicht nur ein Nebeneinander der verschiedensten Gruppen und Organisationen, sondern auch ein Gegeneinander. Da muss man wissen, gegen welche Interessen man kämpfen und auch standhaft kämpfen muss.» |

Zur Geschichte der SPD auf www.spd.de.

Köpfe in der SPD auf www.spd.de.

Das Forum Demokratische Linke 21 versteht sich als linker Flügel der SPD-Fraktion.

Der Seeheimer Kreises gilt als rechter oder konservativer Flügel der SPD-Fraktion.

Die Netzwerker werden innerhalb der SPD-Bundestagsfraktion den «Reformern» zugerechnet.
| Personalien |
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Bernd Alexander ... ... ist Schriftführer im Vorstand des SPD-Ortsvereins Olpe und dort auch zuständig für die Presse- bzw. Öffentlichkeitsarbeit der Olper Genossinnen und Genossen. Von Hause aus eigentlich Diplom-Politologe, ist der 52-Jährige seit über 20 Jahren im Bereich Mediengestaltung/DTP tätig und Mitglied in in der Gewerkschaft ver.di. Mitglied im SPD-Ortsverein ist er seit 1976. Als Hobby nennt er Lesen, Sport, politische Theorien und Ideologien sowie im besonderen die Musik von Miles Davis. |
Dieses Kurzinterview von Bernd Alexander mit Peter Kühn erschien erstmalig in der Druckversion des Olper Durchblick Nr.1/2010 aus dem Mai 2010. Peter Kühn wurde am 12. März 2010 zum Ehrenvorsitzenden des SPD-Ortsvereins Olpe ernannt.
Reife Leistung: 40 Jahre SPD-Mitglied, 30 Jahre im Stadtrat, davon 25 als Fraktionschef, zehn Jahre Ortsvereinsvorsitzender. Nun wurde Peter Kühn zum Ehrenvorsitzenden ernannt.
B. A. Erinnerst Du dich an Deine politischen Anfänge? Du warst auch Juso-Chef in Olpe, oder? Ich erinnere mich an Juso-Sitzungen mit fast schon «konspirativen» Zügen. Aber schön war´s!
P. K. Die ersten Jahre meines SPD-Parteilebens habe ich in Wiesbaden genossen. Dort war ich zu dieser Zeit beim Bundeskriminalamt beschäftigt. Später in Olpe hatten vor allem Juso-Sitzungen schon etwas Verschwörerhaftes an sich.
B. A. Wenn du damals mit heute vergleichst: Ist Olpe immer noch die verstockte, schwarze Diaspora ohne Chancen für SPD-Politik?
P. K. Schwarz ist Olpe immer noch. Die CDU hat es hier geschafft, alle wichtigen Positionen in politischen Gremien, Vereinen, caritativen Verbänden pp. mit ihren Personen zu besetzen. Da hast du als SPD-Mitglied keine Chance und kämpfst gegen Windmühlenflügel.
B. A. Für viele bist du die «Seele» der Olper SPD. Wie würdest Du dich selber politisch verorten? Eher links?
P. K. Politik hat meiner Meinung nach vorrangig die gesellschaftlich Benachteiligten wie Kinder, Menschen mit Handikap pp. sowie sozial Schwache zu unterstützen. Die Mächtigen helfen sich schon selbst.
B. A. Welchen «guten Rat» gibst du Volker Reichel, deinem Nachfolger als Fraktionschef?
P. K. Volker Reichel ist eine aufgeschlossene, ehrliche und kompromissfähige Persönlichkeit. Er wird sich zu den verschiedenen Sachverhalten stets ausreichend informieren und nicht unbedingt alles das glauben, was ihm vorgelegt wird.
B. A. Nach der Kommunalwahl Ende August 2009 hast Du Dich zum Rückzug von der Fraktionsarbeit entschlossen. Warum?
P. K. In Olpe haben 8.786 Personen von insgesamt 20.282 Wahlberechtigten überhaupt nicht gewählt. Das bedeutet, die Kommunalpolitik, die eigentlich jeden betrifft, war ihnen egal. Trotz etlicher Anstrengungen und Erfolge in den letzten fünf Jahren hat die Olper SPD Stimmen verloren. All das hat mich überzeugt, meinen Platz zu räumen. Vollkommen überrascht hat mich die Ernennung zum Ehrenvorsitzenden. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Dafür bedanke ich mich. Ein großes Danke-Schön gebührt auch meiner Familie, die trotz der durch meine Parteiaktivitäten erlittenen beruflichen Nachteile zu mir gehalten hat.
B. A. Vielen Dank für das kurze Gespräch, Peter.